Auch Röcke bieten eine Qual der Wahl, wenn es darum geht, zu entscheiden, welchen Rock man für den besonderen Abend anziehen soll. Im Gegensatz zu dem klassischen Rock, den man gerne ins Büro anzieht, dürfen festliche Röcke gerne fantasievoll und sogar auch frech sein. Auch hier spielen das Alter, die Persönlichkeit und die Statur eine große Rolle. Kein anderes Kleidungsstück betont oder versteckt die Nachteile der Figur so sehr wie der Rock. Bevorzugt man Röcke auch im Alltagsleben, muss man einige Details beachten, die nicht ganz unwichtig sind. Hat man lange Beine, so darf man ruhig einen kurzen und wenn man will auch einen verspielten Rock anziehen. Zum Beispiel einen Glockenrock im Stil Retro, der heute so aktuell ist. Auch plissierte Röcke (Röcke mit vielen Falten) kommen für eine schlanke große Figur in Frage. Bei einer schlanken Statur spielt auch das Rock Muster keine so bedeutende Rolle. Ob bunt oder gestreift, geblümt oder gepunktet, alles passt bei einem Rock. Welche Röcke zieht man zu einem Festabend an, um den Sinn und Zweck des Events nicht zu verfehlen? Am besten überlegt man sich, was das für ein Event ist. Wenn es eine Gala, ein Opernbesuch oder ein geschäftliches Festessen ist, sind klassische Röcke angesagt. Das heißt, gerade, klare Linien und knielang. Geht man auf eine schicke Privatparty, kann man sich mehr Freiheit in der Rock Auswahl erlauben. In diesem Fall würde man gerne verspielte Röcke, mit bizarren fantasievollen Mustern oder einem ungewöhnlichen Schnitt anziehen. Das alles gilt, wie oben bereits erwähnt, für jüngere schlanke Frauen, die Vorzüge Ihres Körperbaus nicht verstecken wollen. Auch als reife Frau möchte man auf einem Fest-Event glänzen. Allerdings gelten für sie andere Regeln, was den Rock betrifft. Die Rock Länge soll auf keinen Fall kürzer als die Knielänge sein. Gerne kann man einen längeren Rock anziehen, allerdings nicht zu lang, da ein langer Rock eine Frau optisch älter erscheinen lässt. Auch bei der Wahl des Rock Musters sollte man aufpassen. Was sich jüngere Frauen gern erlauben können, können sich reifere Frauen leider nicht leisten. Sehr gut passen zu einer reifen Figur klassische Schnitte. Die Röcke machen keine Ausnahme. Gerne kann ein klassischer Rock einen langen oder kurzen Schlitz haben. Auch Seitenschlitze sind beim Rock erlaubt, allerdings keine langen. Miniröcke Der Minirock ist ein Bekleidungsstück hauptsächlich für Frauen, das insbesondere die Mode der sechziger und siebziger Jahre geprägt hat. Es handelt sich um einen sehr kurzen Rock, der mindestens 10 cm über dem Knie der Trägerin endet. Dass aufgrund dieser Tatsache die Unterhose sehr leicht zum Vorschein kommen konnte, störte die meisten Minirock Trägerinnen nicht. Es war sogar erwünscht. So konnte sich der Minirock problemlos als Modestück durchsetzen. Der Minirock wurde von der britischen Modeschöpferin Mary Quant in die Modewelt eingeführt. Erstmalig wurden diese Miniröcke 1962 im britischen Vogue abgebildet. Schon drei Jahre später war das skandalöse Kleidungsstück Minirock zum weltweiten Verkaufsschlager avanciert. Der französische Modedesigner André Courrèges war für die Entstehung des Minirock mitverantwortlich. Mittlerweile gilt er neben Quant zu den wichtigsten Modeschöpfern der sechziger Jahre. Der Minirock wurde teils als Provokation, Ausdruck einer allgemeinen Pietätlosigkeit, aber auch als der eines neuen Selbstverständnisses und Selbstbewusstseins der Frau wahrgenommen. Die neue Länge konnte sich in allen Gesellschaftsschichten durchsetzen. Selbst das englische Königshaus gab dem Trend nach und akzeptierte eine Länge von exakt sieben Zentimetern über dem Knie. Der Vatikan hingegen verbot den Minirock und wies junge Damen zurück, die sich in solch unzüchtiger Aufmachung vor dem Petersdom zeigten. Miniröcke gab es bald in allen Materialien, von edel bis günstig und sie wurden bei jeder sich bietenden Gelegenheit getragen. Selbst im Winter wurden Miniröcke angezogen. Die Strumpfindustrie zog bald nach und brachte statt Nylonstrümpfen Strumpfhosen auf den Markt, die die Beine ins richtige Rampenlicht rückten. Und auch steuerlich gab es einen Vorteil, denn der Minirock wurde zu Anfang auf Grund der eher kleinen Größe als Kinderkleidungsstück eingestuft. Mary Quant wurde für ihren Mut und ihre sinnlichen, jungen Kreationen 1966 mit dem Order of the British Empire ausgezeichnet. Zur Verleihung im Buckingham Palace erschien sie im Minirock. Etwa im Sommer 1968 erreichte der Minirock seine maximale Popularität und 1969 (als "Mini-Mini") die höchstmögliche Saumhöhe, wobei das weibliche Unterhöschen zum öffentlich sichtbaren Bestandteil der Mode avancierte. Nur kurze Zeit später brachte die Modeindustrie jedoch bodenlange Maxiröcke als Kontrastprogramm auf den Markt. Die nächste Steigerung im Jahr 1971 konnten deshalb nur die Hot Pants ("Heiße Höschen") bringen, die aber in den folgenden Jahren ebenso wie der Minirock und Maxirock durch die Zunahme von langen Frauenhosen an Bedeutung verloren. In der Antike waren Miniröcke auch als Männerröcke weit verbreitet, zum Beispiel in ägypten und Griechenland. Heute noch gehören rote Miniröcke zur traditionellen Stammestracht der Massai-Männer. Im Zuge der Männerrockbewegung tragen auch in Europa und Nordamerika Männer vereinzelt wieder Miniröcke.
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